11. Jul 2013

Konzeption & Prototyping: Content First als Ansatz für eine nachhaltige Webseite

Gravatar: Severin Glöckle

Ob Smartphone, Tablet, oder irgendwo dazwischen: Beinahe wöchentlich erscheinen neue Geräte. Egal wie verschieden sie jedoch sind, alle diese Geräte können Webseiten darstellen. Auf diese Weise entstehen ständig neue Situationen und Kontexte, in denen eine Webseite genutzt wird. Ob in der U-Bahn, am Flughafen, im Café oder zu Hause auf der Couch - Ziel des Nutzers ist es immer, die Informationen einer Webseite so einfach und effizient wie möglich zu erhalten.

Informationen im Mittelpunkt: Content First als Grundsatz

Durch die Wahl eines Geräts und eines Browsers, sowie gegebenenfalls durch individuelle Einstellungen bestimmt jeder Nutzer heutzutage selbst, wie er eine Webseite konsumieren möchte. Wir als Webdesigner verlieren daher zunehmend die Kontrolle darüber, wie ein Besucher eine Webseite angezeigt bekommt.

Der Erfolg von Nachrichten-Applikationen wie Flipboard und Diensten wie Pocket zeigt, dass viele Nutzer mittlerweile sogar vollkommen auf gestalterische Elemente verzichten, wenn sie am Inhalt einer Webseite interessiert sind.

Für eine nachhaltig erfolgreiche Webseite muss daher vielmehr der Inhalt im Zentrum stehen. Wenn die Auswahl und Strukturierung von Inhalten bereits in der Planung eines Projektes den höchsten Stellenwert hat, spricht man vom "Content First"-Ansatz (frei übersetzt: "Der Inhalt kommt zuerst!"). Dabei werden im ersten Schritt ausschließlich Inhalte und ihre Struktur definiert und erst in weiteren Schritten ein Design anhand dieser realen Inhalte entwickelt.  

Zum Vergleich: Wurde eine Gestaltungsvorlage auf Basis von Platzhaltertexten (sprich: Lorem ipsum) entwickelt und soll schließlich mit echten Inhalten gefüllt werden, besteht die Gefahr, dass Design und Inhalt nicht vollständig zusammen passen. Daraufhin wird meist der Inhalt so modifiziert, dass er zum Design passt - und somit häufig an Aussagekraft und Bedeutung verliert.

Um schon bei der Konzeption einer Webseite sicherzustellen, dass tatsächlich nur die wichtigsten Inhalte im Mittelpunkt stehen, kann der Präsentationsrahmen bewusst so klein gehalten werden, dass nur Platz für die wichtigsten Informationen bleibt. Häufig wird dafür ein Gerät mit einem möglichst kleinen Bildschirm als Startpunkt für die Konzeption gewählt. Da es sich dabei in der Regel um ein Smartphone handelt, wird diese Art der Konzeption auch als "Mobile First" (frei übersetzt: "Mobile Endgeräte kommen zuerst!") bezeichnet. Obwohl die Optimierung für mobile Geräte natürlich ein wünschenswerter Nebeneffekt ist, sollen vorrangig Informationen und Inhalte im Fokus stehen. Wir sprechen daher von "Content First".

"Content First" in der Praxis: Iterativer Workflow und Prototyping

In der Praxis kann die Umsetzung einer Startseite nach dem "Content First" Ansatz beispielsweise wie folgt aussehen:

Ablaufdiagramm für die Konzeption nach dem Content First Grundsatz
Nach Auswahl und Gewichtung der wichtigsten Inhalte erfolgen Optimierungen und Gestaltung.

Durch die Implementierung sämtlicher Inhalte in einem Prototypen sind schon sehr früh erste Ergebnisse im Browser zu sehen. Da ein solcher Prototyp problemlos mit einem mobilen Gerät - beispielsweise einem Smartphone - aufgerufen werden kann, wird bereits ein Gefühl für die Webseite vermittelt und es kann direkt Feedback zum Konzept gegeben werden. Zudem können neue Ideen und Vorschläge leicht ausprobiert und direkt im Browser beurteilt werden. 

Nach der Sammlung und grober Strukturierung der Inhalte werden diese basierend auf dem kleinstmöglichen Präsentationsrahmen gewichtet und angeordnet. 

Aufbauend auf den Prototypen der kleinsten Auflösung werden schrittweise weitere Prototypen für höhere Auflösungen angelegt. Da die grundlegende Anordnung und Gewichtung der Inhalte bereits festgelegt ist, steht nun die schrittweise Optimierung (das sogenannte "progressive enhancement") im Vordergrund: Überschriften können beispielsweise durch längere Teaser-Texte angereichert und Bilder in unterschiedlichen Größen und Bildausschnitten dargestellt werden. Beispielsweise können zusammengehörige Inhalte bei kleineren Geräten so gruppiert werden, dass zunächst nur ein Element sichtbar ist und weitere Elemente erst durch Interaktion des Nutzers sichtbar werden. Höhere Auflösungen bieten hingegen genug Raum zur gleichzeitigen Darstellung aller Inhalte.

Neben der Optimierung für verschiedene Auflösungen ist auch die Anpassung an Geräteeigenschaften wichtig. Für Touch-basierte Geräte sollten zur leichteren Interaktion beispielsweise größere Schaltflächen angezeigt werden, wohingegen bei Maus-basierten Geräten Interaktionen auf Mausbewegungen basieren können. Solche Geräteeigenschaften können zur Vereinfachung in einem Prototypen an die Auflösung geknüpft werden. So können kleinere Auflösungen beispielsweise gleichzeitig Touch-basierte Geräte repräsentieren.

Im folgenden sind Bilder von verschiedenen Entwicklungsstadien eines Prototyps für die Startseite der neuen networkteam-Webseite zu sehen.

Screenshot eines Prototypens für die neue networkteam Webseite.
(1)
Screenshot eines Prototypens für die neue networkteam Webseite.
(2)
Screenshot eines Prototypens für die neue networkteam Webseite.
(3)
Screenshot eines Prototypens für die neue networkteam Webseite.
(4)

(1) Nur die wichtigsten Inhalte finden auf einer schmalen Präsentationsfläche Platz - (2) In größeren Auflösungen können weiterführende Informationen dargestellt werden - (3) Zu Beginn werden Inhalte grob gruppiert und angeordnet - (4) und mit jeder Phase iterativ weiterentwickelt und optimiert

Axure RP: Interaktive Prototypen komfortabel erstellen

Zur Erstellung dieses Prototyps haben wir Axure RP eingesetzt. Das Programm bietet viele nützliche Funktionen zur Konzeption von Webseiten wie:

  • Ein Drag & Drop Interface zur Erstellung des Prototyps
  • Ein "Sketchiness"-Faktor zur verfremdeten Darstellung von Elementen, damit diese wie von Hand gezeichnet aussehen
  • Direkte Ausgabe der Dateien als HTML und somit zur Anzeige im Browser
  • Möglichkeit, selbst komplexere Interaktionen zu simulieren
  • Erstellen von wiederverwertbaren Widgets und Master-Templates

Leider unterstützt Axure RP in der aktuellen Version 6.5 noch kein responsives Verhalten. Da zudem sämtliche Elemente mit fest definierten Pixelangaben erstellt werden, müssen für verschiedene Auflösung einer Seite in Axure RP tatsächlich mehrere Seiten in der jeweiligen Auflösung erstellt werden, was teilweise zu stark erhöhtem Arbeitsaufwand führt.

Das Programm ist insgesamt jedoch ein wichtiger Bestandteil unserer Konzeptionsphase und besonders hilfreich, um früh im Projekt Feedback zu erhalten und so eventuelle Fehler auszubessern. In kommenden Versionen soll Axure zudem responsive Prototypen ermöglichen.

Die Planung steht: Weitere Schritte auf dem Weg zur neuen Webseite

In den kommenden Wochen werden wir in unserem Blog den Entstehungsprozess unserer neuen Webseite begleiten und beschreiben, wie aufbauend auf dem "Content First"-Konzept das Design und schließlich die komplette Webseite entsteht. Wir hoffen, auf diese Weise einen Einblick in unsere Arbeitsweise zu geben und die meist komplexen Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltig erfolgreichen Webseite anschaulich zu beschreiben. Gerne beantworten wir Fragen zum Thema und freuen uns auch über neue Anregungen und konstruktive Kritik!

02. Jul 2013

TYPO3 Developer Days 2013

Gravatar: Berit Hlubek
TYPO3 Developer Days 2013 in Hamburg

Diese Woche starten in Hamburg die 8. TYPO3 Developer Days unter dem Motto „Getting together to make it happen!“.

Ab Donnerstag treffen sich Entwickler des TYPO3 Universums zu der jährlichen Entwickler-Veranstaltung. Das Ziel der Developer Days besteht darin die verschiedenen Systeme und Extensions weiter zu entwickeln und auch Neulingen einen Einstieg in die verschiedenen Teams zu geben. Bereits in den letzten Jahren haben sich die Developer-Days von einem vortragsbasierten Ansatz zu Workshops unter dem Motto „Getting things done“ entwickelt. In diesem Jahr wird es vorerst nur ein Tutorial geben, alle weiteren Time-Slots werden mit Workshops gefüllt.

Wie jedes Jahr sind natürlich auch wir wieder mit von der Partie. Aus unserem Team werden Christopher Hlubek, Kai Lassen, Christoph Lehmann, Lars Lehners und ich dabei sein. networkteam unterstützt die Developer Days dieses Jahr auch tatkräftig als Sponsor der Coding Night.

Als Mitglieder des Neos-Teams sind Christopher und ich bereits seit Montag in Hamburg und treffen uns dort mit anderen Mitgliedern, um an Neos zu arbeiten. Außerdem werden wir bei den Workshops zu Neos dabei sein, insbesondere bei den Contribution-Workshops. Diese haben das Ziel Interessierten eine Möglichkeit zu geben in die Arbeit des Teams einzusteigen und an der Entwicklung von TYPO3 Neos oder TYPO3 Flow mitzuhelfen.

Wir freuen uns auf viele interessante Workshops, Gespräche und Diskussionen bei diesem TYPO3 Event.

Schedule der TYPO3 Developer Days

24. Jun 2013

Responsive Webdesign

Gravatar: Laura Weiss

Mobile Endgeräte werden immer wichtiger in unserem Alltag. Große Monitore sind auf unseren Schreibtischen auch bereits die Norm. Dieser technologische Fortschritt hinterlässt seine Spuren bei der Entwicklung von Webseiten. Daher werden Webseiten nun immer häufiger "responsive" aufgebaut.

Responsive Webdesign stellt eine aktuelle Technik dar, wobei mit Hilfe von HTML5 und CSS3 Media-Queries eine Optimierung des Layouts und der Inhalte auf Desktop PC, Tablet und Smartphone vorgenommen werden kann.

Media Queries

Media Queries sind dabei eine wesentliche Voraussetzung, welche die Art und Eigenschaften des betrachtenden Gerätes abfragen und somit die Webseite auf einem großen Display anders darstellen, als auf einem Tablet oder Smartphone. Erfahrungsgemäß entsteht für die Entwicklung eines Responsive Designs zwar ein Mehraufwand in der Konzeption und Gestaltung, der bei der technischen Umsetzung aber wieder eingespart werden kann.

Standard Auflösungen der verschiedenen Geräte sind:

  • Smartphones: 320px bis 480px
  • Tablets: 768px bis 1024px
  • Computer-Desktop: 1024px+

Frameworks

Viele Frameworks bieten mehr oder weniger unkompliziert nutzbare Komponenten für die Gestaltung responsiver Webseiten. Derzeit setzen wir als Framework Bootstrap ein, welches von Twitter entwickelt wurde. Bootstrap basiert auf einem 12-spaltigen Grid-System mit einer Default-Breite von 940px. Der Kern des Frameworks sind LESS-CSS, HTML sowie jQuery Komponenten. Bootstrap ist sehr umfangreich und enthält sehr viele Oberflächenelemente, Navigationselemente, Labels und Hinweisnachrichten.

Auch aus SEO Sicht sollen Webseiten die eine schlechte mobile Ansicht liefern, laut Google, bald im Index nach unten rutschen. Um so wichtiger ist es also, Webseiten immer auf dem neuesten Stand zu halten und Responsive Webdesign zu nutzen. So wird ermöglicht, dass alle Inhalte auf allen Bildschirmen ideal dargestellt werden.

Auch wir haben Erfahrungen in diesem Bereich und bereits einige Seiten in Responsive Webdesign umgesetzt. Weitere werden in nächster Zeit folgen.

Link: Offizieller Google Beitrag zum Ranking von mobilen Webseiten

19. Jun 2013

Transparente Hintergründe von Schriften

Gravatar: Christian Lange

Um beispielsweise Überschriften etwas mehr Individualität zu geben, ist man immer auf der Suche nach neuen CSS-Styles, mit deren Hilfe man diese noch ansprechender gestalten kann. Über Schriftfarben mit Verläufen, Rahmen und Schatten kann man mit einem schönen Schriftschnitt schon Einiges anstellen. Was ist aber, wenn man diese gerne mit einer fotorealistischen Textur oder den Effekt einer ausgestanzten Schrift darstellen möchte?

Lösung für Webkit-Browser

Für Webkit-Browser gibt es hierfür eine proprietäre Eigenschaft mit deren Hilfe man sehr einfach einer Schrift einen entsprechenden Hintergrund zuweisen kann:

  1. background: url(image.png) repeat 0px 0px, #ffffff;
  2. -webkit-background-clip: text;
  3. -webkit-text-fill-color: transparent;
Transparente Überschrift mit Hintergrundbild
Original
Fallback für Transparente Überschrift mit Hintergrundbild
Fallback

Dadurch erhält man z.B. eine transparente Überschrift im Chrome. Durch eine kleine Verschachtelung kann man sogar einen relativ guten Fallback erzeugen, der dann allerdings invertiert ist:

  1. h1 {
  2. font-size: 120px;
  3. padding: 50px;
  4. margin: 0;
  5. background: #ffffff;
  6. color: #ffffff;
  7. }
  8. h1 span {
  9. background: url(image.png) repeat 0px 0px, #ffffff;
  10. -webkit-background-clip: text;
  11. -webkit-text-fill-color: transparent;
  12. }

JavaScript-basierte Cross-Browser Lösung

Dadurch, dass einem aber nicht wirklich geholfen ist, wenn ausschließlich in Webkit-Browsern die gewünschte Darstellung angezeigt wird, kann man JavaScript zur Hilfe ziehen. Benötigt wird nur ein kurzes Skript welches man zusammen mit dem Javascript-Framework jQuery in den Kopf der Seite einbindet:

  1. <script src="https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.10.1/jquery.min.js"></script>
  2. <script src="https://rawgithub.com/myadzel/patternizer/master/jquery.patternizer.js"></script>

Das vorhandene <span>-Tag erweitert man dann mit einer speziellen Klasse und dem gewünschten Hintergrundbild im data-pattern Attribut:

  1. <h1><span class="background-clip" data-pattern="image.png">TEST</span></h1>

Am Ende der Seite kann die Ersetzung über das folgende kleine Snippet gestartet werden, welches alle Pattern der Elemente mit der Klasse background-clip ersetzt:

<script>
jQuery(function ($) {
	$(".background-clip").patternizer();
});
</script>

Somit kann man auf die CSS-Definition von h1 span verzichten. Eine Fallbackfarbe wird dann dem h1 zugewiesen, die dem gewünschten Hintergrund am ähnlichsten kommt, so dass ohne JavaScript die Überschrift trotzdem lesbar bleibt.

Alternative Hintergrund-Transparenz z.B. für eine Navigation

Transparente Navigation

Der Nachteil an dieser Methode ist es allerdings, dass der Hintergrund in der Schrift immer gleich positioniert ist. Daher eignet sich diese Methode eigentlich ausschließlich für Patterns oder transparente Überschriften. Möchte man hingegen die Punkte in einer Navigation transparent darstellen, eignet sich diese Methode nicht. Eine schöne Alternative ist das folgende Navigations-Beispiel mit transparenten Listenpunkten:

Hier wirken die einzelnen Listen Punkte, als ob sie einen transparenten Hintergrund hätten. Was über die Vergabe von Hintergrundgrafiken pro Listenpunkt oder durch die Wiederverwendung des Haupt-Hintergrundbildes auf Anhieb plausibel erscheint, ist in der Praxis so gut wie unmöglich, da die Verschiebung der Positionierung per JavaScript berechnet oder durch feste Werte und Abstände fest definiert werden müsste. Dies ist auf einem Fullscreen Hintergrundbild welches mit wächst jedoch nahezu unmöglich.

Der Trick hierbei ist recht einfach: Nicht die Listenpunkte werden transparent dargestellt, sondern der Rahmen außen herum wird eingefärbt. Das ist aufgrund des derzeit angesagten Flat Designs zum Glück auch recht einfach möglich, da keine Kanten durch Verläufe oder Schatten entstehen.

Das im Screenshot gezeigte Beispiel besteht ausschließlich aus einer einfachen Liste, dessen Listenpunkte mit <span>-Tags erweitert wurden. Zugleich dienen diese der Erzeugung von Pausen bei älteren Screenreadern und dienen der Barrierefreiheit:

  1. <li class="active"><a href="#">Aktuelles<span>.</span></a></li>
  2. <li><a href="#">Infos<span>.</span></a></li>
  3. <li><a href="#">Anmeldung<span>.</span></a></li>
  4. <li><a href="#">Termine<span>.</span></a></li>
  5. <li><a href="#">Bilder<span>.</span></a></li>
  6. <li><a href="#">Videos<span>.</span></a></li>
  7. <li><a href="#">Schulen<span>.</span></a></li>
  8. <li><a href="#">Partner<span>.</span></a></li>
  9. <li><a href="#">Kontakt<span>.</span></a></li>
  10. </ul>

Das <ul>-Tag erhält dabei die Styles für den äußeren weißen Rahmen und die <li>-Elemente eine weiße Border die als Abstände zwischen den Listenpunkten dienen. Der eigentliche Effekt wird durch die <span>-Tags erreicht, die eine viel zu großen Breite, die gleiche Höhe wie die Listenelemente und eine absolute Positionierung erhalten, die dafür sorgt, dass sich der weiße Streifen immer am Ende des jeweiligen Linktextes befindet.

  1. ul {
  2. margin: 30px 0 0 10%;
  3. padding: 0;
  4. list-style: none;
  5. overflow: hidden;
  6.  
  7. width: 260px;
  8. float: left;
  9. border: 10px solid #ffffff;
  10. border-bottom: 30px solid #ffffff;
  11. }
  12.  
  13. li {
  14. clear: both;
  15. float: left;
  16. width: 100%;
  17. position: relative;
  18.  
  19. font-size: 20px;
  20. height: 1.3em;
  21. line-height: 1.3em;
  22. white-space: nowrap;
  23.  
  24. margin: 0;
  25. padding: 0;
  26. list-style: none;
  27.  
  28. color: #ffffff;
  29. border-bottom: 7px solid #ffffff;
  30. }
  31.  
  32. li span {
  33. height: 100%;
  34. width: 1000px;
  35. position: absolute;
  36. right: -1000px;
  37. top: 0px;
  38. background: #ffffff;
  39. display: block;
  40. overflow: hidden;
  41. text-indent: -9999px;
  42. }
  43.  
  44. li a {
  45. float: left;
  46. height: 100%;
  47.  
  48. position: relative;
  49. padding: 0px 10px 0px 7px;
  50. }

Durch die relativen Größenangaben bleiben die gezeichneten Rahmen und Flächen auch bei Anpassung der Schriftgröße, über font-size oder auch direkt in den Browser-Eigenschaften, immer noch korrekt. Gerade bei sich wechselnden Hintergründen oder durch Veränderung der Browsergröße bei vollflächigen Hintergrundbildern kommt der Transparent-Effekt sehr gut zur Geltung.

31. Mai 2013

Die neue Team Struktur für Neos und Flow

Gravatar: Berit Hlubek
CMS TYPO3 Neos

Vor zwei Wochen fand in Karlsruhe ein TYPO3 Neos Code Sprint statt, bei welchem nicht nur an den offenen Features gearbeitet wurde, sondern auch zu verschiedenen Themen Diskussionen stattfanden.

Eines dieser Diskussions-Themen beschäftigte sich mit der Team-Struktur, denn auch das TYPO3 CMS Team hat erst kürzlich eine Überarbeitung seiner Team-Struktur bekannt gegeben. Dies war im Falle des CMS dringend nötig, denn seit den Anfängen des CMS gab es keine Anpassungen an neue Bedingungen wie eine gewachsene Team-Größe oder verstärkte Unterteilung in Unterprojekte für spezifische Teile des TYPO3 Kerns.

Für TYPO3 Neos ist es vor allem wichtig, dass das Team einfacher wachsen kann. Für Interessenten sollte es möglichst einfach sein an Neos oder Flow mitarbeiten zu können und gleichermaßen sollte jeder Beitrag auch als solcher anerkannt werden. Die gesamte Team-Struktur baut hierbei auf gegenseitiges Vertrauen auf, denn jeder aktiv Mitwirkende erhält einige Privilegien (z.B. Merge-Rechte im Git-Repostitory und Zugriff auf die Projekt-Webseite). Weiterhin wird es keine technischen Hürden geben, die sich beispielsweise nach einem gewissen Aktivitäts-Level oder der Art der Beiträge richten. Dadurch kann das Team auf diverse kleinere Unterrollen verzichten und sich auf zwei verschiedene Hauptrollen Contributor und Active Contributor beschränken.

Neben der Mitarbeit an Neos selbst und dem Framework gibt es in einem solchen Team allerdings auch Aufgaben, die in jedem Fall erledigt werden müssen und für die es klare Zuständigkeiten geben sollte. Aus diesem Grund hat das Team beschlossen neben den folgenden Haupt-Rollen auch ein paar weitere Gruppen und Rollen zu definieren.

Contributor

Alles startet mit dem ersten Beitrag (Contribution) zu TYPO3 Neos oder Flow: Jeder Interessierte, der Neos oder Flow mit der eigenen Arbeitsleistung voranbringen möchte, ist eingeladen zu helfen. Wobei dies nicht zwangsweise in Form von Code geschehen muss: neben der Programmierung gibt es viele andere Bereiche, wie etwa Design, die offiziellen Webseiten und nicht zuletzt die Dokumentation der Systeme.

Active Contributor

Active Contributor ist gewissermaßen der neue Name für die bisherigen Core Team Member. Damit bilden alle Active Contributor zusammen das Neos Team.

Leistet ein Contributor regelmäßig qualitativ hochwertige Beiträge, beschließen die bisher aktiven Mitwirkenden gemeinsam, dass der Contributor eingeladen wird ein Active Contributor zu werden. Mit dieser Rolle erhält man zum Beispiel volle Merge-Rechte für das Git Repository und Zugriff auf die Infrastruktur für die Flow und Neos Entwicklung. Es wird aber auch erwartet, dass man konstant mitarbeitet und sich an aufgestellte Regeln, wie den Code of Conduct des TYPO3-Projekts und die Werte des Neos Teams hält.

Neben diesen beiden generellen Rollen gibt es zudem ein paar besondere Gruppen und Rollen innerhalb des Teams:

Coordination Group

Diese Gruppe ist für die Leitung und Koordination wichtiger Aufgaben zuständig und besteht wiederum aus einigen Active Contributors, die festgelegte Zuständigkeiten erhalten. Zunächst wurden die folgenden Rollen definiert, die sich aber im Laufe der Zeit ändern können:

  • Project Leader: Leitet das Projekt und die Vision und hat den Blick auf das große Ganze
  • Quality Manager: Stellt sicher, dass die Qualitäts-Standards des Projektes eingehalten werden und stellt hierzu ein Team von „Quality Guardian“ zusammen
  • Community Contact: Ist der Ansprechpartner für Anwender und vorhandene oder neue Contributor
  • Public Relations Manager: Ist der Kontakt-Punkt zum Marketing Team und der Presse , stellt Neuigkeiten bereit und betreut die Produkt-Webseiten
  • Treasurer: Ist der sogenannte Budget-Owner (verwaltet also das vorhandene Budget) und kümmert sich um Fund-Raising für das Projekt

Quality Guardian

Diese Gruppe setzt sich aus einigen Active Contributorn zusammen, deren Aufgabe darin besteht Konsistenz und Stabilität des Projektes zu gewährleisten. Enthält eine Anpassung beispielsweise nicht-abwärtskompatible Änderungen oder neue Konfigurations-Optionen ist es Aufgabe dieser Gruppe zu klären, für welchen Release diese Änderungen passend sind.

Release Manager

Der Release Manager organisiert jegliche Arbeit bezogen auf einen speziellen Release eines Produkts und kümmert sich auch um die darauf bezogene Kommunikation. Den jeweiligen Release Manager bestimmen die Active Contributor gemeinsam mit dem Quality Manager.

Package Maintainer

Sowohl Neos als auch Flow bestehen aus vielen verschiedenen Paketen und neben dem jeweiligen Kern des System gibt es für jedes Paket einen Zuständigen der sich leitend um die Weiterentwicklung dieses Paketes kümmert. Wer erstmals etwas zu einem dieser Pakete beisteuern möchte sollte sich mit dem jeweiligen Package Maintainer absprechen.

Bislang habe ich viel darüber geschrieben, dass diese Team Struktur für Neos und Flow gleichermaßen gilt. Bis auf Weiteres wird dies auch der Fall sein. Bislang gab es ein Team für beide Systeme und um es nicht unnötig kompliziert zu machen, wird dies bis zum ersten stabilen Release von Neos auch so bleiben. Alle Rollen und Gruppen gelten momentan also gleichermaßen für Neos und Flow.