Praktikum bei networkteam
Wie jedes Jahr stand Mitte März das jährliche, 2-wöchige Betriebspraktikum vor der Tür und somit auch die Frage: In welchem Betrieb möchte ich mein Praktikum denn bloß machen? Ich war mir sicher, dass ich etwas Kreatives machen wollte und letztendlich entschloss ich mich, für 2 Wochen in den Beruf eines Webdesigners hinein zu schnuppern. Als nächstes musste ich mich entscheiden bei welcher Agentur ich mein Praktikum absolvieren wollte, aber auch hier konnte ich mich schnell entscheiden, denn als ich mir den Onlineauftritt der networkteam GmbH anschaute war ich mir sicher, dass das etwas für mich sein könnte.
Nun ist das Praktikum schon vorbei und ich kann auf eine interessante Zeit zurückblicken. Ich habe einen guten Einblick in den Beruf bekommen, Dinge die ich mir ganz anders vorstellte habe ich richtig kennen gelernt und viele neue nette Leute getroffen. Meine Erwartungen an das Praktikum waren von Beginn an recht hoch, doch ich wurde nicht enttäuscht. Ich konnte in die verschiedenen Bereiche dieses Berufes schauen und mir einige Dinge abgucken, die ich für später, als ich auch mal selber Hand anlegen durfte, gut nutzen konnte. Überraschend für mich war das Arbeitsklima bei networkteam. Ich hatte erwartet, dass der Umgang miteinander in einer Agentur eher hektisch und kühl ist, aber das ist jedenfalls hier nicht der Fall. Es wirkt alles freundlich und gelassen und der Umgang miteinander ist fast freundschaftlich.
Mein Fazit dieses Praktikums fällt wirklich nur positiv aus. Und es war sehr toll für 2 Wochen zu diesem netten und kreativen Team dazugehört zu haben.
TYPO3 Bug Day ist zurück
Der Bug Day
TYPO3 wird als Open-Source-Software bekanntlich zum größten Teil von Freiwilligen entwickelt. An jedem letzten Freitag im Monat, so ist der Plan, finden sich alle, die sich an der Entwicklung beteiligen möchten, im IRC-Kanal #typo3-bugday ein um TYPO3 gemeinsam voranzubringen.
Dadurch, dass an einem Tag alle zusammen entwickeln, sind die Kommunikations-Wege kurz und Dinge können schneller besprochen und umgesetzt werden. Außerdem steht der Bug Day immer unter einem Thema, so dass an diesem Tag die Kräfte aller gebündelt werden können, um wichtige und kritische Bugs zu beheben.
"Review of TYPO3 4.4 features"
"Review of TYPO3 4.4 features" war das Thema des Bug Days am 26. März, denn am 6. April ist der so genannte Feature-Freeze. Feature-Freeze bedeutet, dass nach diesem Datum keine neuen Funktionalitäten mehr in die nächste TYPO3 Version 4.4 aufgenommen werden.
Es galt also, an diesem letzten Bug Day vor dem Feature-Freeze, alle neuen Funktionalitäten noch einmal gründlich zu testen und soweit zu verbessern, dass sie einsatzbereit wurden.
Ergebnisse
An diesem Bug Day gab es 32 kleinere und größere Änderungen am TYPO3 Kern. Diese Zahl ist ein sehr gutes Ergebnis, wobei man bedenken muss, dass zusätzlich noch einige größere Anliegen als "Hausaufgaben" aus dem Bug Day mitgenommen wurden und in den folgenden Tagen nachgereicht werden.
Zur Veranschaulichung seien einige der Änderungen genannt, an denen networkteam mitwirkte:
Einsatz
Der Bug Day lebt natürlich von dem Einsatz der Entwickler, denn nur wenn viele Leute mitmachen, wird am Bug Day auch richtig was geschafft. Aus diesem Grund stellte networkteam an diesem Tag Entwickler zur Verfügung, damit diese die Veranstaltung tatkräftig unterstützen konnten.
Jeder ist dazu eingeladen (und aufgefordert) sich aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen und der Bug Day ist eine super Gelegenheit dazu. Hier sind viele erfahrene Helfer anwesend und man wird an die Vorgehensweisen herangeführt und lernt die Abläufe kennen.
Der nächste Bug Day findet am 30. April statt. Wer nun Lust bekommen hat, auch etwas zur Weiterentwicklung von TYPO3 beizutragen, findet unter den folgenden Links alle nötigen Informationen.
Der Bug Day im TYPO3-Wiki
TYPO3 news: The Bug Days are back!
TYPO3 Bugtracker
SEMSEO 2010
Bis vor Kurzem beschränkte sich meine Erfarung mit Konferenzen im Web-Bereich auf die regelmäßige Teilnahme an TYPO3-Veranstaltungen. Das hat sich seit dem 26. Februar geändert: Ich war erstmals auf der Suchmaschinenoptimierungs- und Suchmaschinenmarketing-Konferenz SEMSEO in Hannover. Die Location, das Atrium im alten Rathaus, ist sehr atmosphärisch und stilvoll, der Konferenzraum war für meinen Geschmack allerdings ein wenig klein, für die Menge der Besucher. Das Teilnehmerfeld setzt sich aus war sehr gemischt, bestehend aus Spezialisten von Agenturen, Entscheidern und SEO-Beauftragten unterschiedlicher Unternehmensfelder. Diesem breiten Spektrum angepasst waren die Inhalte der Vorträge sehr vielseitig. Einige interessante Punkte hier im Überblick:
Mobiles Internet
Im SEO-Bereich derzeit ganz oben: Das mobile Internet ist in 2010 das Thema für Suchmaschinenoptimierer. Über diesen Trend stellt sich auch für den Endkunden die Frage, ob für die eigene Branche von Nutzen und Interesse ist.
Verfügt man bereits über eine hinreichend optimierte Webseite kann man sich einen großen Vorteil zu Nutze machen. In diesem Fall genügt es eine Version der Webseite zu erstellen, welche im Hinblick auf Design und Layout für portable Endgeräte optimiert ist. Hält man sich hierbei an die bereits bestehende Webseitenstruktur und bleibt bei der Linkstruktur und den Inhalten, erhält man ohne Mehraufwand direkt eine grundliegend optimierte mobile Webseite. Im Idealfall werden dann über entsprechende Redirects die Benutzer mobiler Endgeräte direkt auf die richtigen Seitenversionen geleitet und somit ebenso der Suchmaschinen-Crawler für mobile Webseiten.
Vermeiden sollte man die Nutzung eigener Internetadressen mit identischen Inhalten, wie beispielsweise der Domainname mit unterschiedlichen TLDs, wie .at oder .ch. Hierdurch erhält man eigenständige Webseiten mit identischen Inhalten, was von Suchmaschinen nicht gerne gesehen wird.
Linkbuilding
Ein wichtiger Aspekt der Suchmaschinenoptimierung ist ein guter Aufbau der internen Linkstruktur. Dafür werden zum Beispiel die relevanten Begriffe in Inhalten auf entsprechend passende Unterseiten verlinkt. Man sollte generell darauf achten, für den Druck optimierte Seiten nicht indizieren zu lassen. Diese ranken generell im Vergleich zu normalen Inhaltsseiten relativ gut, weil das Code- / Content-Verhältnis hier optimiert ist. Gelangt ein Interessent jedoch über eine Suchmaschine auf Printseiten, wird ihm damit nicht geholfen. Alternativ sollte man auf einen Backlink zur Startseite innerhalb der Druckansicht achten.
In der anschließenden Fragerunde wurde das Thema sprechenden URLs angesprochen. Generell ist es durchaus wünschenswert sprechende URLs kryptischen Adressen vorzuziehen. Handelt es sich allerdings um eine gut gerankte Webseite, die bereits seit einiger Zeit besteht, sollte man ganz nach dem Motto „Never touch a running system“ von einem Wechsel auf sprechenden URLs absehen.
Wie ticken die Suchmaschinen?
Besonders vielen Fragen musste sich John Müller (Google) und Andreas Bode (Bing) stellen. In ihren Vorträgen haben beide Vertreter die jeweilige Suchmaschine genauer vorgestellt.
Im Fall von Google ging es in erster Linie um das Thema Indizierung von Webseiten, also das übliche Vorgehen, wenn es darum geht neuen Inhalt in den Google-Index zu bringen. Besonders interessant: Bevor der Google Crawler beginnt eine Seite zu untersuchen ist der so genannte Scheduler dafür zuständig zu bestimmen, wie viel Crawler-Last der Server der jeweiligen Webseite verträgt. Es hängt also direkt von der Belastungsfähigkeit des Servers ab, ob und wann neue Inhalt indiziert werden.
Andreas Bodes Vortrag bestand in erster Linie aus generellen Informationen rund um die relativ junge Suchmaschine. Interessant hierbei: Bing nutzt neuronale Netze um so mittels stetig lernender Systeme ein optimales Suchergebnis liefern zu können. Hierfür wird in erster Linie das Verhalten der Suchenden ausgewertet und verarbeitet. Zudem werden im Hinblick auf Relevanzoptimierung Live-Tests durchgeführt. Das bedeutet, dass einige Prozent der aktuell Suchenden eine andere Oberfläche präsentiert bekommt. Über Klickpfade und das generelle Suchverhalten kann dann die Akzeptanz neuer Features ausgewertet werden.
Podiumsdiskussion
In der abschließenden Diskussionsrunde konnten die Besucher allgemeinere Fragen rund um das Thema Suchmaschine stellen. Insbesondere die generell steigenden Bedenken gegenüber Google wurden angesprochen. Explizit ging es um das Thema Google Analytics, am Beispiel des folgenden Szenarios: User A loggt sich beispielsweise bei Google Adwords ein und besucht anschließend Webseite B, welche Google Analytics nutzt. Nun könnte theoretisch eine Verbindung zwischen Person A als Besucher auf Webseite B hergestellt werden, was aus datenschutzrechtlicher Sicht problematisch ist.
John Müller zufolge habe Google generell den Payment-Bereich von allen anderen Bereichen strikt getrennt. Die allgemeine Meinung zu diesem Thema war eindeutig: Google ist von seinen Nutzern abhängig. Das Schlimmste was sie machen könnten wäre also, das Vertrauen der Nutzer zu verlieren, indem sie deren Daten missbrauchen. Dennoch ist es Fakt, dass viele Internetbenutzer „Angst vor Google haben“. Diese Angst entsteht jedoch in erster Linie durch die Medien, denn eben jene berichten vorzugsweise darüber, wie böse Google ist. Ein weiteres Statement seitens John Müller hierzu: Wie soll man beweisen, dass man etwas schützt...
Pubcon
Traditionell findet die SEMSEO ihr fließendes Ende in der Pubcon, dem wohl größten SEO-Networking-Event im deutschsprachigen Raum. In der Stadtbrauerei HBX treffen sich die meisten Besucher der SEMSEO mit weiteren Interessenten und reden bei Buffet und freien Getränken über Themen rund um Web und Optimierung.
Fazit
Für mich hat sich der Besuch der SEMSEO 2010 gelohnt. Es gab viele interessante Vorträge, die vor allem unterschiedliche Denkanstöße gebracht haben. Sowohl die Konferenz ansich, als auch die anschließende Pubcon sind nicht nur für SEO-Profis interessant sondern auch für Einsteiger und Entscheider. Ich werde auf jeden Fall 2011 wieder dabei sein.
Neuer Online-Auftritt für Verlagswesen-Spezialisten knk
Die knk Business Software AG mit dem Hauptsitz in Kiel und weiteren Standorten in Hamburg, Dortmund, Frankfurt, München, Paris und Nizza ist ein Organisationsberater und Anbieter von integrierten Softwarelösungen. Mit rund 120 Mitarbeitern hat sich die knk-Unternehmensgruppe auf Branchen- und Speziallösungen auf Basis von Microsoft Dynamcis spezialisiert und ist der einzige von Microsoft authorisierte ERP-Partner für das Verlagswesen.
networkteam realisierte den nun erfolgten Relaunch der Unternehmenswebseite auf Basis von TYPO3 und zeichnet sowohl für das Design als auch für die technische Umsetzung verantwortlich.
Der Entwicklung des Layouts lag die Idee zugrunde, jede Inhaltsseite durch die Nutzung grafischer Boxen mit inhaltsbezogenen Zusatzinformationen als Exposé darzustellen und so eine inhaltliche Abstufung des Informationsgehaltes zu erreichen. Darüber hinaus verfügt die Seite über eine innovative Darstellung der News als Ersatz für die sonst üblichen Headerbilder.
Auf der technischen Seite ermöglicht das konfigurierte TYPO3-System mehrsprachige Inhalte, die Nutzung verschiedener Domains (die Webseiten werden jetzt sukzessive auf das neue System portiert), Nutzung von Videoinhalten auf der Grundlage einer umfangreichen Medienverwaltung, interne Bereiche mit frei definierbaren Benutzerrechten und eine Ajax-Suchfunktion.
Neue Referenz-Videos
Wie bei der knk Business Software AG haben wir auch bei vielen anderen unserer Kunden die Referenz-Darstellung um Videos bereichert, die einen Besuch der Webseite simulieren und so einen eindrucksvollen Einblick des tatsächlichen Auftritts geben.
networkteam stärker denn je ...
Nach rund sechs Monaten ist es wieder soweit - das networkteam rüstet personell auf, um den aktuellen Gegebenheiten gewachsen zu sein. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich kurz als neuestes Mitglied im Team vorzustellen.
Damals
Mein Weg zu TYPO3 war eher zufälliger Natur. Bereits seit 2004 als selbstständiger Webentwickler tätig, bekam ich 2007 von einem Kunden den Auftrag, einige Erweiterungen für seine TYPO3 basierte Webseite zu programmieren.
Ich hatte TYPO3 noch nie vorher gesehen, aber die Neugier lockte und so absolvierte ich einen vierwöchigen Schnellkurs "Wie baue ich gute Extensions" in einer renommierten Flensburger TYPO3-Agentur. Nach diesem mehrwöchigen Auftrag stellte sich mir die Frage: "Wie konnte ich bisher ohne TYPO3 leben?"
Seit dem programmiere ich über 90% meiner Arbeit auf Basis von TYPO3 und wage mich langsam auch in die anderen Bereiche wie Installation und Integration vor.
Heute
Nachdem letztes Jahr im März mein erster Sohn Ben geboren wurde und meine Frau nun zwei Jahre Elternzeit genießt, wurde es Zeit, die wechselhafte Selbstständigkeit gegen einen soliden Job einzutauschen.
In einem dreiwöchigen Praktikum merkte ich schnell, dass im networkteam viele wirklich fähige Menschen die Köpfe zusammenstecken und mir war klar: Ich wollte ein Teil davon sein.
Ich freue mich, dass ich mich seit dem 01.01.2010 mit zu diesen klugen Köpfen zählen darf.
In Zukunft
Ziel der nächsten Jahre ist die Weiterentwicklung. Dabei steht wohl als nächstes der Certified TYPO3 Integrator auf dem Plan. Außerdem werde ich ab dem Wintersemester 10/11 mein angefangenes Studium der Informatik als Fernstudium fortsetzen.
Auch wenn ich jetzt schon ein festes Bestandteil des Teams bin, wird es noch etwas dauern, bis ich in alle Arbeitsabläufe integriert bin. Aber ich freue mich schon jetzt auf die Zeit, in der in jedem unserer Projekte Zeilen meines Codes zu finden sind...

